Ägypten Handwerkskunst

BerĂŒhmte Pyramiden

Beeindruckendes Zusammenspiel von Handwerk und Ingenieurskunst

Der Bau der ägyptischen Pyramiden war eine außerordentliche Leistung des Handwerks und der Ingenieurskunst, die auf einer Vielzahl von Fertigkeiten und Techniken beruhte.

Es gibt viele berühmte Pyramiden rund um die Welt, aber die bekanntesten befinden sich wahrscheinlich in Ägypten und Mittelamerika. Einige Beispiele:

Berühmte Pyramiden in Ägypten

  1. Die Große Pyramide von Gizeh (auch bekannt als die Pyramide von Cheops): Das ist die größte der ägyptischen Pyramiden und das letzte der Sieben Weltwunder der Antike, das noch existiert. Sie wurde um 2560 v.Chr. als Grabstätte für den Pharao Cheops (Khufu) erbaut.
  2. Die Pyramide von Chephren (Khafre): Das ist die zweitgrößte der Pyramiden von Gizeh und enthält noch einen Teil ihrer ursprünglichen glänzenden Kalksteinverkleidung nahe der Spitze.
  3. Die Pyramide von Mykerinos (Menkaure): Das ist die kleinste der drei Pyramiden von Gizeh und wurde für Pharao Menkaure gebaut.
  4. Die Stufenpyramide von Djoser: Sie befindet sich in Saqqara, einer Nekropole südwestlich von Kairo. Es ist die früheste kolossale Steinstruktur, die in Ägypten bekannt ist, und markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt beim Pyramidenbau.

Berühme Pyramiden in Mittelamerika

  1. Die Pyramide des Kukulcán (El Castillo): Sie befindet sich in Chichén Itzá, einer Maya-Stadt auf der Yucatán-Halbinsel in Mexiko. Die Pyramide ist bekannt für ihr Design, das mit den Himmelskörpern korrespondiert.
  2. Die Sonnenpyramide und die Mondpyramide: Beide befinden sich in Teotihuacán, einer prähistorischen Stadt in Mexiko. Die Sonnenpyramide ist die größte Pyramide in Teotihuacán und eine der größten in Mesoamerika.
  3. Die Pyramide von Tikal IV: Sie befindet sich in Tikal, einer der größten Städte der Maya in Guatemala. Sie ist eine der höchsten Pyramiden der Maya.

Diese Pyramiden sind beeindruckende Beispiele für das technische Können und die kulturellen Überzeugungen ihrer Erbauer. Sie ziehen Wissenschaftler und Touristen aus der ganzen Welt an und bieten wertvolle Einblicke in die alten Zivilisationen, die sie erbaut haben.

Die Pyramide des Kukulcán (El Castillo)

Die Pyramide des Kukulcán, auch bekannt als El Castillo, ist eine der bekanntesten und am besten erhaltenen präkolumbischen Strukturen in Amerika. Sie befindet sich in Chichén Itzá, einer antiken Stadt der Maya auf der Yucatán-Halbinsel in Mexiko.

Die Pyramide wurde zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert n. Chr. erbaut und ist ein herausragendes Beispiel für die Maya-Architektur. Sie hat vier Seiten, jede mit einer Treppe, die zur Spitze führt, wo sich ein Tempel befindet. Jede Seite der Pyramide hat 91 Stufen, was zusammen mit der oberen Plattform 365 Stufen ergibt, eine für jeden Tag des Jahres. Diese Ausrichtung zeigt die tiefgreifende Kenntnis der Maya von Astronomie und Mathematik.

Die Pyramide des Kukulcán ist auch bekannt für das Phänomen der “schlängelnden Schlange”. Während der Tag-und-Nacht-Gleiche (etwa am 21. März und 21. September) werfen die Ecken der terrassenförmigen Stufen Schatten auf die Seiten der nördlichen Treppe. Diese Schatten bewegen sich mit der Sonne und erzeugen die Illusion einer Schlange, die die Treppe hinunterkriecht.

Die Pyramide und der umliegende Komplex von Chichén Itzá sind ein UNESCO-Weltkulturerbe und eine wichtige archäologische Stätte. Sie ziehen jährlich Tausende von Besuchern an, besonders während der Tag-und-Nacht-Gleiche, wenn die “schlängelnde Schlange” beobachtet werden kann.

Die Sonnenpyramide und die Mondpyramide

Die Sonnenpyramide und die Mondpyramide sind die größten und bekanntesten Strukturen in Teotihuacán, einer antiken präkolumbischen Stadt, die sich etwa 50 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt befindet. Die Stadt, deren Name “der Ort, an dem die Götter geschaffen wurden” bedeutet, war eine der größten Metropolen der präkolumbischen Ära und ist heute eine wichtige archäologische Stätte und ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Sonnenpyramide ist die drittgrößte Pyramide der Welt und die größte in Teotihuacán. Sie ist 63 Meter hoch und hat eine Grundfläche von 225 mal 225 Metern. Der Name “Sonnenpyramide” stammt von den Azteken, die die Stadt viele Jahrhunderte nach ihrem Untergang entdeckten. Die ursprüngliche Bedeutung und Funktion der Pyramide ist unbekannt, da die Erbauer von Teotihuacán keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen haben.

Die Mondpyramide ist etwas kleiner, aber immer noch sehr beeindruckend. Sie ist 43 Meter hoch und hat eine Grundfläche von 150 mal 130 Metern. Sie ist Teil eines größeren Komplexes, der als “Plaza de la Luna” oder “Mondplatz” bekannt ist und mehrere kleinere Pyramiden und Tempel umfasst.

Beide Pyramiden sind terrassenförmig und haben eine Reihe von Stufen, die zur Spitze führen, wo sich Tempel befanden. Sie wurden aus Tuffstein gebaut, der in der Umgebung von Teotihuacán häufig vorkommt, und waren ursprünglich mit Stuck und Farbe verziert.

Die Pyramiden von Teotihuacán sind faszinierende Beispiele für präkolumbische Architektur und Ingenieurskunst und bieten wertvolle Einblicke in eine der größten und einflussreichsten Zivilisationen des alten Amerika. Ihre genaue Funktion und Bedeutung bleiben jedoch ein Rätsel, das Forscher weiterhin zu entschlüsseln versuchen.

Die Pyramide von Tikal IV

Die Pyramide von Tikal IV, auch bekannt als Tempel IV, ist eine der größten Strukturen in Tikal, einer antiken Maya-Stadt im heutigen Guatemala. Mit einer Höhe von etwa 70 Metern (230 Fuß) ist sie eine der höchsten präkolumbischen Strukturen in Amerika.

Tikal IV wurde um 741 n.Chr. während der Regierungszeit von Jasaw Chan K’awiil II. erbaut, einem mächtigen König, der auch für den Bau anderer großer Tempel in Tikal verantwortlich war. Die Pyramide besteht aus einem großen Tempel, der auf einer terrassierten Plattform errichtet wurde. Eine steile Treppe führt zur Spitze des Tempels, die einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Regenwälder und Tempel bietet.

Der Tempel IV ist bekannt für seine hervorragende Stuckdekoration und eine Reihe von Inschriften, die wichtige Informationen über die Geschichte und die königliche Familie von Tikal enthalten. Ein besonders wichtiger Fund war die Entdeckung einer langen Reihe von Hieroglyphen, die den Tod von Jasaw Chan K’awiil II. und die Thronbesteigung seines Nachfolgers beschreiben.

Tikal ist heute eine wichtige archäologische Stätte und ein UNESCO-Weltkulturerbe. Die Pyramide von Tikal IV und die anderen Tempel und Paläste der Stadt bieten wertvolle Einblicke in die Maya-Kultur und ziehen Touristen und Forscher aus aller Welt an.

Die Große Pyramide von Gizeh

Die Große Pyramide von Gizeh, auch bekannt als die Pyramide von Cheops oder Khufu, ist die größte der drei Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau in Ägypten und ist das einzige der Sieben Weltwunder der Antike, das bis heute weitgehend intakt geblieben ist.

Die Pyramide wurde als Grabstätte für den Pharao Khufu (Cheops) erbaut und datiert auf etwa 2580-2560 v.Chr., während der 4. Dynastie des Alten Reiches. Sie erreicht eine Höhe von etwa 146 Metern (ursprünglich, aber durch den Verlust einiger äußerer Steinblöcke jetzt etwa 138,8 Meter) und hat eine Basislänge von etwa 230 Metern. Es wird angenommen, dass über 2,3 Millionen Steinblöcke, die im Durchschnitt etwa 2,5 Tonnen wiegen, beim Bau verwendet wurden.

Die genauen Methoden, die beim Bau dieser monumentalen Struktur verwendet wurden, sind immer noch Gegenstand von Forschung und Debatte. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus menschlicher Muskelkraft, Schieferampen, Hebeln und möglicherweise Rädern und Rollen verwendet wurde, um die riesigen Steinblöcke an ihren Platz zu bringen.

Im Inneren der Pyramide gibt es mehrere Kammern, darunter die Königskammer, die Königinenkammer und eine unterirdische Kammer. Der Zugang zur Pyramide erfolgt über eine aufsteigende Passage, die sich auf der Nordseite der Pyramide befindet.

Die Große Pyramide von Gizeh bleibt ein Symbol für die Errungenschaften der alten ägyptischen Zivilisation und zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an, die ihre eindrucksvolle Größe und ihr anspruchsvolles Design bewundern.

Die Pyramide von Chephren (Khafre)

Die Pyramide von Chephren, auch bekannt als die Pyramide von Khafre, ist die zweitgrößte der drei Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau in Ägypten. Sie wurde während der 4. Dynastie des Alten Reiches um 2570 v.Chr. als Grabstätte für den Pharao Khafre (Chephren) erbaut, der der Sohn von Khufu (Cheops) war.

Die Pyramide erreicht eine Höhe von etwa 136,4 Metern, was nur etwas kleiner ist als die Höhe der Großen Pyramide von Gizeh, die ursprünglich etwa 146 Meter hoch war und jetzt etwa 138,8 Meter misst. Allerdings erscheint die Pyramide von Khafre oft größer, weil sie auf einer höheren Ebene des Plateaus gebaut wurde und ihre Spitze besser erhalten ist.

Ein einzigartiges Merkmal der Pyramide von Khafre ist, dass sie immer noch einige ihrer ursprünglichen äußeren Kalksteinverkleidungen an der Spitze behält. Diese glänzenden Steine, die die Pyramide ursprünglich bedeckten, wurden im Laufe der Jahrhunderte bei den meisten ägyptischen Pyramiden abgetragen.

Zur Pyramide von Khafre gehört auch eine Reihe von Nebenstrukturen, darunter eine Taltempel, ein Aufweg, ein Totentempel und eine große Sphinx-Statue, die allgemein als die Große Sphinx von Gizeh bekannt ist und die das Gesicht von Khafre tragen soll.

Wie die anderen Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau bleibt die Pyramide von Khafre ein beeindruckendes Zeugnis der Fähigkeiten und Ambitionen der alten ägyptischen Zivilisation und zieht Besucher und Forscher aus aller Welt an.

Die Pyramide von Mykerinos (Menkaure)

Die Pyramide von Mykerinos, auch bekannt als die Pyramide von Menkaure, ist die kleinste der drei Hauptpyramiden auf dem Gizeh-Plateau in Ägypten. Sie wurde um 2510 v. Chr. als Grabstätte für den Pharao Menkaure (Mykerinos) erbaut, der der Sohn von Khafre (Chephren) und der Enkel von Khufu (Cheops) war.

Die Pyramide erreicht eine Höhe von etwa 65 Metern, was deutlich kleiner ist als die Pyramiden von Khufu und Khafre. Trotz ihrer geringeren Größe ist die Pyramide von Menkaure für ihre komplexen Innenstrukturen und die hohe Qualität ihrer Konstruktion bekannt. Sie hat drei Nebenpyramiden und wurde ursprünglich mit rotem Granit aus Aswan verkleidet.

Im Inneren der Pyramide gibt es mehrere Kammern, darunter eine Königskammer, in der ein Sarkophag aus Basalt gefunden wurde. Eine Besonderheit der Pyramide ist, dass sie zwei Eingänge hat: einen auf der Nordseite und einen auf der Westseite.

Die Pyramide von Menkaure ist bekannt für die Legende, die sie umgibt. Es wird gesagt, dass Menkaure während des Baus der Pyramide starb und dass seine Nachfolger die Arbeiten eilig abschließen mussten. Dies könnte erklären, warum die Pyramide kleiner ist als die anderen auf dem Gizeh-Plateau.

Obwohl sie kleiner ist als die Pyramiden von Khufu und Khafre, bleibt die Pyramide von Menkaure ein wichtiges archäologisches Denkmal und eine wichtige touristische Attraktion.

Die Stufenpyramide von Djoser

Die Stufenpyramide von Djoser, manchmal auch als Djosers Stufenpyramide bezeichnet, ist eine der ältesten bekannten Steinstrukturen der Welt und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Evolution der Pyramidenbau-Technik im alten Ägypten. Sie befindet sich in Saqqara, einem antiken Friedhof nahe Kairo.

Die Pyramide wurde während der 3. Dynastie um 2630-2611 v. Chr. als Grabstätte für den Pharao Djoser von seinem Architekten Imhotep errichtet. Ursprünglich war sie als traditionelle Mastaba (flacher, rechteckiger Grabhügel) geplant, aber dann wurden mehrere zusätzliche “Stufen” hinzugefügt, um eine sechsstufige Pyramidenstruktur zu erzeugen. Sie erreicht eine Höhe von etwa 60 Metern.

Die Pyramide von Djoser markiert den Übergang von der traditionellen Mastaba-Architektur zur Pyramiden-Architektur, die später im Alten und Mittleren Reich dominierte. Sie zeigte, dass die ägyptischen Architekten und Handwerker in der Lage waren, große Steinstrukturen zu bauen und zu formen, und legte den Grundstein für die monumentalen Pyramiden, die später in Gizeh und anderswo erbaut wurden.

Die Stufenpyramide ist Teil eines größeren Komplexes, der auch Tempel, Höfe und andere Gebäude umfasst, die mit feinen Reliefs und Inschriften verziert sind. Der gesamte Komplex war von einer hohen Mauer umgeben und repräsentiert eine der frühesten bekannten Versuche, Stein für monumentale Architektur zu verwenden.

Heute ist die Stufenpyramide von Djoser eine wichtige archäologische Stätte und zieht Besucher und Forscher aus der ganzen Welt an, die ihre historische Bedeutung und ihre künstlerischen und architektonischen Innovationen bewundern.